Wie kam ich zum drechseln?

Ich war eigentlich auf der Suche nach einer kleinen Drehbank zur Metallverarbeitung. Während der Suche im www und bei gewissen Auktionshäusern bin ich auch immer wieder bei Drechselbänken gelandet. Dabei bin ich neugierig geworden was man mit Drechselmaschinen so alles anstellen kann. Die gedrechselten Werke die ich dabei fand haben mich dermaßen angesprochen, dass ich mir kurz darauf eine kleine Drechselbank zulegte. Ab diesem Zeitpunkt war ich infiziert.
Was ist drechseln für mich?

Drechseln ist Spannung und Entspannung zugleich: Spannung, welche Form und Beschaffenheit sich in einem rohen Stück Holz verbirgt und Entspannung, wenn ich es geschafft habe, diese Form aus dem Holz herauszuarbeiten und ihm damit ein Stück unverwechselbare Schönheit zu geben.
Geschwungene Ränder und Ausbuchtungen entstehen durch die natürliche Verformung des Holzes. Ebenso wie Äste und Wachstumsunregelmäßigkeiten, Risse und Bruchstellen sind sie Teil der Gestaltung. Die dem Werkstoff innewohnende Ausdruckskraft, seine Zeichnung, Maserung und Farbigkeit, wird durch die Bearbeitung der Oberfläche noch unterstrichen, etwa durch Wachsen und Polieren, Herausbürsten der Adern oder Einschneiden paralleler Rillen. Einen besonderen Wert lege ich auf eine ökologische Oberflächenbehandlung. Die Oberfläche soll der Hand beim Berühren schmeicheln. Es soll dabei gleichermaßen ein Zusammenspiel der Sinne SEHEN, TASTEN und auch RIECHEN hervorgerufen werden. Bevorzugt verarbeite ich einheimische Hölzer wie z.B. Buche, Ahorn, Zwetschge und vor allem Eiche. Alle Objekte werden in reiner Handarbeit hergestellt und sind deswegen absolute Unikate, es gibt kein identisches Stück mehrfach.

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